Am 16. August jähren sich die ersten Deportationen Berliner Juden zum 84. Mal. 1941 wurden die ersten von tausenden jüdischen Mitbürger*innen auf offenen LKW`s und zu Fuß durch Berlin geschafft, um ihren Weg in die verschiedenen Konzentrationslager zu beginnen. Gleis 17, heute eine eindrucksvolle Gedenkstätte, wurde zum Startpunkt einer Reise, der für fast alle mit der Ermordung durch die Nazis endete. Wie in jedem Jahr gedachten heute zahlreiche Besucher*innen auf einer Gedenkveranstaltung am Gleis 17. Bewegende Worte wurden gesprochen, mit eindrucksvollen Beiträgen wurde diesem Zeugnis deutscher Geschichte gedacht. Johannes Westermann, der an der Gedenkfeier teilnahm, sagte: „Besonders der Beitrag von Deborah Hartmann, Leiterin des Hauses der Wannsee Konferenz, hat mich sehr berührt. Sie hat mit großer Präzision die schrecklichen Parallelen zwischen den Taten im Dritten Reich und der aktuellen AfD – Politik dargestellt. Es ist gut, dass es auch heute noch viele Leute gibt, die an schreckliches Kapitel deutscher Geschichte erinnern, und vor einer Wiederholung warnen“.
